Mittwoch, 14. November 2018

Käsenudeln deluxe: Truffle Mac’n’Cheese

Bekanntermaßen bin ich ja auf der Suche nach dem ultimativen Mac’n’Cheese-Rezept.

Und das Schöne daran ist, das ich es auch schon mehrmals gefunden habe!

Wie das gehen soll?

Naja, kaum hat sich ein Rezept als „das Ultimative“ herausgestellt, taucht auch schon
ein neues in den Weiten des www auf, dass dem Vorgänger den Platz streitig macht.

Sehe ich jetzt allerdings weniger dramatisch, denn immerhin führt das dazu, dass ich von Zeit zu Zeit; allerdings auch endlos; Mac’n’Cheese-Rezepte ausprobieren und essen kann J.

Also, auf geht’s in die nächste Runde:

Truffle Mac’n’Cheese (4 Personen)
 
1 cup Pilze (~90g)
2+1tbsp Butter (2+1EL)
2tbsp Mehl (2EL)
1 cup Milch (~250ml)
1 cup Parmesan (~120g)
½ cup Cheddar (~60g)
Salz & Pfeffer
2 cups gekochte Pasta (~350-400g)
Trüffelöl
Schnittlauch

Pilze mit etwas Salz und 1EL Butter anschwitzen.
Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
2EL Butter schmelzen und das Mehl einrühren.
Milch zugeben und zu einer cremigen Sauce kochen.
Käsesorten, Salz und Pfeffer zugeben und glattrühren.
Pasta und Pilze unter die Käsemasse rühren.
Mit dem Trüffelöl beträufeln, gut umrühren und mit Schnittlauch garnieren.

Foto: M-iPhone

Da ich – überraschenderweise – Bacon im Kühlschrank hatte, habe ich diesen zuerst kross gebraten und dann die Pilze zugegeben.
Dann einfach mit dem Rezept weitergemacht und: lecker war’s!

J

Guten Appetit!

Mittwoch, 26. September 2018

Joah ist denn schon Herbst? Caramelized Onion Carbonara w/ Brussels Sprouts & Burrata


Da hat uns das Wetter doch glatt ein (schönes) Schnippchen geschlagen!

Laut Wetterdienst war der Sommer schon vorbei.
Weshalb wohl der Supermarkt meines Vertrauens bereits mit Herbst- (ok, eigentlich eher Winter-) gemüse um die Ecke kam.

Rosenhkohl, um genau zu sein.

Und nach den wirklich schönen und heißen Sommerwochen war ich auch bereit, in die muckeligen Herbsttemperaturen einzutauchen.

Und zwar mit folgendem Rezept:

Caramelized Onion Carbonara w/ Brussels Sprouts & Burrata
(4 Portionen)

Rosenkohl:
2 cups Rosenkohl, gesäubert und halbiert (~300g)
Olivenöl
Salz, Pfeffer und etwas Chiliflocken
Sauce:
6 Streifen Bacon
1 große Zwiebel, gehackt                                                    
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 cup Sahne (~250ml)
4 Eier
Zitronenzesten (1 Zitrone)
1 cup Gruyère (~120g)
½ cup Parmesan (~60g)
Salz und Pfeffer
2tbs Schnittlauch, gehackt (EL) + Garnitur
8oz Burrata (~225g)

Ofen auf 220°C vorheizen.
Rosenkohl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Olivenöl besprenkeln und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken bestreuen.
Alles gut vermischen und 25-30min rösten und immer wieder „umrühren“.
Pastawasser aufsetzen und die Pasta al dente kochen – am Ende 250ml Pastawasser aufheben!
Bacon in einer Pfanne knusprig auslassen; aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Im Baconfett die Zwiebel 5min glasig andünsten. Knoblauch zugeben und alles 10min bei mittlerer Hitze goldbraun anschwitzen.
Sahne, Eier, Zitronenzesten und Käse miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Sahnemischung zu den Zwiebeln geben, Hitze reduzieren, die Pasta und die 125ml Pastawasser zugeben und gut unterrühren, bis die Sauce andickt. Wird sie zu dick, einfach noch etwas Pastawasser zugeben.
Zuletzt den Schnittlauch zugeben und ggfs. Nachwürzen.
Pasta auf die Teller verteilen; jede Portion mit zerbröselten Bacon und dem Rosenkohl bestreuen und mit einem (oder einem Stück) Burrata belegen.

http://yestoyolks.com/2016/11/02/caramelized-onion-carbonara-with-brussels-sprouts-burrata/
Foto: M-iPhone

Und auch wenn sich das Wetter anders entschieden und uns mit weiteren 27C°+ beglückt hat, habe ich die Carbonara natürlich trotzdem gekocht.

Und - Wetter hin oder her – es hat sich wie immer gelohnt!

J

Guten Appetit!

Dienstag, 14. August 2018

Too hot to cook: Remoulade Sauce 2.0

Der liebe Sommer hat in den letzten Wochen seinem Namen – fast mehr als aushaltbar – alle Ehre gemacht.

Brauch’ ich euch nicht zu erzählen, denn ihr habt mit Sicherheit ebenfalls bei 35°C+ geschwitzt, geächzt und gestöhnt.

Nichts kann man den Menschen Recht machen; im Winter zu kalt, im Sommer zu warm, im Frühling zu frühlingshaft…

Da ich das bekennende 4-Jahreszeiten-Kind bin und mich über jede Jahreszeit inkl. deren Begleiterscheinungen freue, freute ich mich auch über die tropischen Temperaturen der letzten Wochen.

Bis ich feststellte, dass arbeiten bei 30°C Zimmertemperatur wirklich anstrengend ist.
Und mich wohl nur meine Brille vor einer handfesten Bindehautentzündung durch den Ventilator schützte.

Und viel schlimmer noch: das Koch- (Hitze!!) und Back-(Hitze!!!) Verlangen sich rapide Richtung Nullpunkt bewegt.

Was bleibt der schwitzenden Köchin also übrig?

Kalte Küche und Abwarten.

Bei den „Kalte-Küche-Rezepten“ bin ich dann beim Stöbern in meinem Cookbook über dieses Rezept gestolpert.

Dieses idiotensichere Remoulade-Rezept.

Nicht, dass ich schon selbst versucht hatte, Mayonnaise und/oder Remoulade herzustellen – aber irgendwie ist mir das noch nicht zufriedenstellend gelungen.

Heißt also im Klartext, ich habe mich bislang einfach zu dumm angestellt.

Aber egal, schließlich habe ich nicht umsonst das „www“ jahrelang durchforstet, um jetzt nicht einfach dieses „fool-proof“-Rezept auszuprobieren.

Also aufgemacht und losgerührt und folgendes Rezept probiert:

Remoulade Sauce 2.0 (1½ cups / ~375ml)

1ts getrockneter Estragon (1TL)
2tbs Weißweinessig (2EL)
1 cup Mayonnaise (~250ml)
2ts Sardellenpaste (2TL)
¼ cup Pickles, gehackt (~40g)
¼ cup Bread&Butter Pickles, gehackt (~40g)
oder ½ cup Cornichons, gehackt (~80g)
1tbs Kapern, gehackt (1EL)
1tbs Frühlingszwiebeln, gehackt (1EL)
1ts Dijon-Senf (1TL)
1ts Paprika (1TL)
¼ts schwarzer Pfeffer
Salz

Estragon leicht mit den Fingern zerkrümeln,
zusammen mit dem Weißweinessig in eine
Pfanne geben und bei mittlerer Hitze simmern
lassen, bis der Essig fast ganz einreduziert ist.
Dann zum Abkühlen in eine Rührschüssel geben.
Danach mit allen anderen Zutaten gut vermengen
und nach Geschmack würzen.
Kalt stellen; am besten über Nacht.
Vor dem Servieren mit etwas Paprika bestäuben.

Foto: M-iPhone


Leider habe ich den Estragon ein paar Sekunden (vielleicht auch Minuten :-O ) zu lange im Essig verdunsten lassen; am Ende war das leckere Kraut leider etwas bitterlich.

Aber nichts, was nicht ein Schuss Kokosblütensirup und eine ordentliche Ladung Peperoncini zu überdecken vermochten….

So, und was macht man jetzt mit so einem Eimer voll Remoulade?

Was Leckeres, versteht sich…

Da ich irgendwie doch die Temperaturen der vergangenen Tage etwas vermisst habe, habe ich kurzerhand den Ofen in der (und damit die) Küche kurzfristig auf 225°C hochgejubelt, und die bereits bekannten „Bresaola-Schnecken“ (hier geht’s zum Rezept) mit eben dieser Remoulade zubereitet.

Außerdem habe ich mir noch ein Stück Lachsfilet gegönnt, das kurz in der Pfanne angebraten ganz hervorragend zu dieser Remoulade gepasst hat.


J


Guten Appetit!

Mittwoch, 18. Juli 2018

Beerenzeit: Spicy Blackberry BBQ Sauce

Wer mir ab und an auf meinem kleinen Blog folgt, weiß, dass ich mich am liebsten durch den Angebote-Flyer meines Vertrauens-Supermarkts inspirieren lasse.

Der mir zu jeder Jahreszeit alles anpreist, was man sich nur vorstellen kann (und was es eigentlich zu diesem Zeitpunkt auf unserem Erdteil gar nicht gibt).

Das finde ich zwar spannend, aber, was Obst und Gemüse angeht, bin ich nun mal ein Freund des saisonalen Kochens und Essens.

Will heißen, ich esse Spargel, wenn es bei uns Spargel gibt, Erdbeeren, wenn es bei uns Erdbeeren gibt, Wirsing, wenn es bei uns Wirsing gibt.

Diese(s) dann am besten lokal; denn in unserem schönen Frankenland gibt es wirklich sehr gute Gemüse- und Obstbauern, die ihre Waren nicht nur am Straßenrand (immer noch der Geheimtipp), sondern auch im Supermarkt anbieten.

Ich zahle dafür auch gerne einen entsprechenden Preis, denn mir ist klar, dass z.B. bei einer Gurke für 0,39€ irgendwie am Ende irgendjemand leer ausgehen muss. (vom fehlenden Geschmack gar nicht zu sprechen)

Ok, genug moral-apostelt – es geht hier natürlich mal wieder um ein Rezept.

Und um was für eines…

Momentan ist Beerenzeit und mich springen aus dem Obstregal die farbigsten und prallsten Beeren (dem guten Wetter sei Dank) an, die man sich vorstellen kann.

Da die kleinen Geschmacksbomben aber auch nur eine begrenzte Haltbarkeit haben und bei falscher Lagerung manchmal schneller „angedätscht“ sind und schimmeln können, als es einem lieb ist, muss man die guten Stücke eben einfach konservieren.

Und wie könnte man das besser machen als…….

…. in einer BBQ-Sauce?

J.

Entdeckt hatte ich das Rezept im Winter – und der Lokalpatriot und Moralapostel in mir ermahnte mich, es erst auszuprobieren, wenn ich frische Beeren dafür hätte.

Jetzt ist es endlich soweit und voilà – das Warten hat sich gelohnt:

Spicy Blackberry BBQ Sauce

1½ cups frische Brombeeren (~240g)
¼ cup brauner Zucker (~45g)
½ cup Ketchup (~120ml)
2tbsp Honig (2EL)
2tbsp Ingwerpulver (2EL)
1tbsp Weinessig (1EL)
1/3 cup Tabasco / Sriracha (~80ml)
2tbsp Worcestershire Sauce (2EL)
½ stick Butter (~115g)
1tbsp Pfeffer (1EL)
etwas liquid Smoke

Brombeeren im Mixer pürieren und danach durch ein Sieb streichen.
Dann mit allen anderen Zutaten in den Mixer geben und pürieren.
Bei mittlerer Hitze erwärmen und rühren, bis die Sauce andickt.

Fotos: M-iPhone

Ich habe beim Würzen nicht die ganze Menge Sriracha (ca. 50ml statt 80ml) verwendet und bin sehr gut damit gefahren.

Die Sauce hat eine wunderbar ausgewogene Mischung aus Fruchtsäure, Süße und Schärfe.

Natürlich konnte ich alter „Smoke-Freak“ nicht ganz ohne Raucharoma aus der Nummer raus; ich habe aber wirklich nur einen Hauch davon hinzugefügt, um den Beerengeschmack nicht zu killen.

Mission completed.

J


Guten Appetit!

Montag, 18. Juni 2018

On the savory side of jam: Pikante Tomatenmarmelade

Dass ich kein übermäßig süßes Früchtchen bin, dürfte ja mittlerweile bekannt sein.

Und meinen Hang zu (Tomaten-basierten) Saucen und Dips und Aufstriche und…habe ich eventuell das ein oder andere Mal auch schon erwähnt.

Also hat sich folgerichtig mein Limbisches System beim Lesen dieses Rezeptes bemerkbar gemacht.
Mich höflich, aber bestimmt aufgefordert, sofort in der Küche zu verschwinden und meiner Arbeit nachzugehen.

Und was soll ich sagen?

Natürlich hatte das innere Triumvirat wieder Recht.

Man sagt ja nicht umsonst, dass man auf seinen Bauch hören solle...

Also, nicht lange fackeln:

Pikante Tomatenmarmelade (6 Portionen)

600g reife Tomaten
6 Knoblauchzehen 
1EL Olivenöl
6EL Rotweinessig
3EL flüssiger milder Honig
2EL Zucker
1½ELTomatenmark
Salz & Pfeffer


Backofen auf 220° vorheizen.
Tomaten waschen, vom Stielansatz befreien, waagerecht halbieren, entkernen und mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form legen. Knoblauchzehen ungeschält dazugeben, alles mit dem Öl beträufeln und im Ofen (unterste Schiene,) ca.20 Min. backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen.
Knoblauch aus der Haut pressen, Tomaten grob zerschneiden. Beides in einem Topf mit dem Pürierstab leicht stückig zerkleinern, mit Essig, Honig, Zucker und Tomatenmark verrühren und bei mittlerer Hitze offen ca.30 Min. einkochen lassen, bis die Masse eindickt. Gelegentlich umrühren.
Die Tomatenmarmelade mit Salz und Pfeffer abschmecken, heiß in Twist-off-Gläser füllen und verschließen. Hält gekühlt 2–3 Wochen 

Fotos: M-iPhone















Passt zu allem, was man sich nur vorstellen kann!

J

Guten Appetit!

Mittwoch, 25. April 2018

Miss Piggy meets Schweinchen Babe: Schweinefilet in Bresso-Sauce


Was.

Was nur wieder will die Frau uns mit dem Post-Titel sagen?

Miss Piggy hat ein Faible für jüngere Männer?

Die Muppet-Show dreht einen Film mit Schweinchen Babe in der Nebenrolle?

Oder geht es hier gar um Schweinereien?!

So weit hergeholt ist die letzte Vermutung nicht; denn heute geht es um Fleisch.

Um Schweinefleisch.

In zwei Aggregatszuständen.

Um es genau zu nehmen, Schwein umwickelt mit Schwein.

Ok, ich höre jetzt mit den schwammigen Andeutungen auf und lege die Karten auf den Tisch:

Schweinefilet mit Speck ummantelt. (und noch eine Lecker-Sauce obendrauf).

Wer von den beiden Protagonisten für welches Fleisch (Schweinelende und Speck) verantwortlich war, lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen; aber klar ist eines:

Dieses Rezept muss probiert werden!

Schweinefilet in Bresso-Sauce (2 Personen)

1 Zwiebel, in Ringen
2EL Butter
6 Schweinemedaillons aus dem Filet
6 Scheiben Frühstücksspeck
2TL scharfer Senf
100g Sahne / Cremefine
75g Bresso „Provence“
30g Sahneschmelzkäse
Petersilie
 
Ofen vorheizen (E-Herd 200°C, Umluft 175°C).
Lasagneform einfetten und die Zwiebelringe ein-
legen.
Medaillons mit Speck umwickeln, von beiden Seiten
mit Senf bestreichen und auf die Zwiebeln legen.
Mit Butterflöckchen bestreuen und ca. 35-40min
25-30 min backen.
Sahne, Käse und Bresso erwärmen, bis der Käse
geschmolzen ist. Petersilie klein hacken und
zugeben.
10min vor Ende der Backzeit die Sauce zu den
Medaillons geben.
Dazu z.B. Rahmwirsing servieren.

Fotos: M-iPhone

J

Guten Appetit!

Samstag, 24. März 2018

Fatal recipe error: Red Pepper Jam


Tja.

Irgendwann musste es ja mal so weit sein.

Irgendwann musste es passieren.

Das ein Gericht mal nicht so wird, wie man sich das vorgestellt hat, kann ja mal vorkommen.

Aber das ein Rezept einfach so überhaupt nicht funktioniert?

„Undenkbar“ echauffiert sich der Mini-Perfektionist.
 „Nicht mit uns!“ schreit das Limbische System.

Aber was soll ich sagen?
Genau das ist passiert.

Aber lest selbst…..:

Red Pepper Jam (3 kleine Gläser)

8 rote Paprika- oder Chilischoten
1EL Salz
225ml Apfelessig
450g Zucker

Schoten putzen und in der Küchenmaschine sehr fein hacken.
Mit Salz bestreuen und einige Stunden ziehen lassen.
Flüssigkeit weg gießen und Zucker und Essig zugeben.
Die Masse ca. 1h kochen lassen, dabei gut umrühren, bis sie eindickt.
In Twist-Off-Gläser füllen.

Fotos: M-iPhone

Da ich schon mal Chilimarmelade (mit Crackern und Frischkäse!) probiert hatte, kam mir dieses Rezept natürlich sehr gelegen.

Zutatenliste überschaubar, Bild appetitlich, Herstellung scheinbar mühelos.

Also ab in die Küche und losgewerkelt.

Als ich die Chilipaste zum kochen gebracht hatte, war zunächst auch alles „normal“.

Aber irgendwann fiel mir auf, dass, wenn ich den (Holz-)Löffel nach dem Umrühren aus dem Topf nahm, die Flüssigkeit darauf sehr schnell fest und hart wurde.
Ich hatte mir nichts weiter dabei gedacht und einfach jedesmal nach dem Umrühren meinen Löffel gleich mit Wasser abgespült.

Denn ansonsten verlief alles nach Plan; die Flüssigkeit sprudelte wie es sich gehörte und schmeckte auch nach dem, was sie eben einmal werden sollte.

Nach der Kochzeit habe ich die Flüssigkeit in Gläser gefüllt, verschlossen und kopfüber zum Auskühlen auf der Arbeitsfläche positioniert.

Dass das Missachten des Flüssigkeit-auf-dem-Löffel-Festwerdens aber ein grober Fehler war, stellte sich erst später heraus….

Als ich am nächsten Tag mein „Kochwerk“ betrachten und kosten wollte, war die Überraschung groß und – im wahrsten Sinne des Wortes – hart.

Meine mittlerweile tiefdunkel-lila-farbene (sollte eigentlich Chilischoten-hellrot sein) Red Pepper Jam war in ihrem Glas gefangen.



Also wirklich und tatsächlich hatte das Glas meine Marmelade fest in ihren Händen. Ich bekam nicht mal die Deckel von den Gläsern herunter.

Und auch der Einsatz diverser Handwerker-Tools aus meinem Haushalt vermochte meine Marmelade nicht zu befreien.

Dann wurde es mir schlagartig klar:
ich hatte mal eben drei Gläser Liebesapfel-Glasur (die schönen roten, die man auf der Kirchweih kaufen kann) hergestellt, die nun einfach zu nichts mehr zu gebrauchen waren.

Das Ende vom Lied war, dass ich die drei Gläser samt Inhalt weggeworfen habe.


L

Diesmal leider keinen Guten Appetit