Freitag, 5. Mai 2017

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?: Sizilianisches Pesto

Da ist er endlich, der Mai – und was macht er?

Nichts.

Versteckt sich feige hinter Wolken, Nebel (!) und Regenschauern.

16°C und mehr versprechen sie uns jeden Tag.

Könnte schon hinhauen, wenn man die einzelnen Gradzahlen in den umliegenden Städten addiert…

Aber was soll’s, vom Lamentieren ist das Wetter noch nie besser geworden – deshalb gibt’s die einzig wahre Wunderwaffe:

Sonne in den Teller zaubern!

Und was eignet sich dazu besser als italienisches Essen?
Richtig; nichts!

Also aufgemacht und losgesucht und schnell fündig geworden:

Sizilianisches Pesto

1 Knoblauchzehe, dünne Scheiben
Salz, Pfeffer, Zucker, Salz, Aceto Balsamico bianco
50g Cocktailtomaten, halbiert
1 handvoll Basilikumblätter
30g getrocknete Tomaten, grob gehackt
20g Parmesan, grob zerbröselt
30g geröstete Pinienkerne
80g Ricotta
75ml Olivenöl

Knoblauch, Tomaten, Basilikum, Parmesan, Pinienkerne, Ricotta und Öl im Mixer fein pürieren.
Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.
Mit Pasta servieren; ggfs. mit etwas Pastawasser glattrühren.





















Fotos: M-iPhone

Auch wenn die Sonne fehlt - gutes Essen wärmt ja schließlich von innen…

J 

Guten Appetit!

Freitag, 28. April 2017

Escort-Service: Lemon-Caper-Sauce

Ach.
Ihr kleinen Schwein-Igelchen.
Ich weiß ganz genau, was ihr euch gedacht habt.
;-)

Aber ich muss euch enttäuschen.
Das hier ist immer noch ein laienhafter, unschuldiger Koch-Blog und keine Vermittlungsagentur.

Aber natürlich habe ich mir wie immer etwas bei dem Titel gedacht.

Nämlich dass diese Sauce mit Sicherheit dem Lachs-Tatar aus dem vorherigen Post einen tollen Escort-Service bieten könnte.

Kapiert?
Prima J!

Zwar hat das Tatar-Rezept bereits eine Limettencreme als Begleiter, aber ich sehe keinen ernstzunehmenden Grund, warum man diese Lemon-Caper-Sauce nicht noch dazu reichen sollte.

Na dann:

Lemon-Caper-Sauce (½ cup / 125ml)

¼ cup Joghurt 1,5% (~65ml)
¼ cup Mayonnaise (~65ml)                                 
1tbsp Kapern (1EL)
1 Spritzer Kapernsud
Zesten und Saft ½ Zitrone
Salz, Pfeffer und Zucker nach Geschmack

Alle Zutaten miteinander vermengen und nach Geschmack würzen.


















Fotos: M-iPhone

Yupp.
Auch ohne das Lachs-Tatar eine runde Sache.

J


Guten Appetit!

Mittwoch, 5. April 2017

Da Lachs ich doch! Lachs-Tatar mit Limettencreme

Ja, da freu ich mich, wenn ich so ein Gericht entdeckt habe!

Und dann war es auch noch so schnell fertig gemacht.

Und dann hat es auch noch sooooo gut geschmeckt.

Und obendrein noch recht ansehnlich auf dem Teller ausgesehen.

Und....

Ok, ok, ok, hier kommt das Rezept:


Lachs-Tatar mit Limettencreme (2 Personen)

150g Lachsfilet
(ohne Haut und Gräten)
150 g Räucherlachs 
1 Frühlingszwiebel 
1 Knoblauchzehe
½ Bio-Limette
½ TL Honig
1 EL Olivenöl
Salz
weißer Pfeffer aus der Mühle
75 g Crème fraîche
½ Beet Kresse 
1 Metallring (6 - 8 cm Ø)
Öl für den Ring

Die beiden Lachssorten fein würfeln, in eine Schüssel geben und kühl stellen. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Limette heiß waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen.
Lachswürfel mit dem Honig, der Hälfte des Limettensafts, Limettenschale, Olivenöl, Frühlingszwiebel und Knoblauch mischen und das Tatar mit Salz und Pfeffer würzen. Crème fraîche mit dem restlichen Limettensaft verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Metallring innen leicht einölen und auf einen Teller stellen. Je die Hälfte des Tatars hineingeben, glatt streichen, mit einem Teil der Limettencreme bedecken, glatt streichen und den Ring abziehen. Auf die gleiche Art und Weise ein weiteres Tatartürmchen auf einen zweiten Teller setzen.
Die Kresse vom Beet schneiden und dekorativ auf den Tatartürmchen anrichten.

Foto: M-iPhone

P.S.: da ich keinen Metallring besitze habe ich einfach mein Lachstürmchen „freihändig“ gebaut – ich denke, das ist mir auch ganz gut gelungen!

J

Guten Appetit!

Donnerstag, 23. März 2017

Kennt ihr das? Geschmälzte Maultaschen (á la casa)

Um einen solchen Blog mit Posts zu füllen, muss gekocht werden.
Viel.
Noch mehr.
Immer wieder.

Das macht viel Spaß – und braucht einiges an Zeit.
Und Geld.
Und Ideen für die Blog-Einträge.

Leider entspringt aber meinem Hirn nicht täglich ein Text zu einem gekochten Rezept.

Und, um nicht zu verhungern bis das nächste sprachliche Feuerwerk aus mir herausbricht, koche ich natürlich auch ganz profane Gerichte ohne literarische Begleitung.

Und da dachte ich mir heute, warum nicht auch mal einen Eintrag über ein solch alltägliches Sättigungs-Gericht schreiben?

Gesagt, getan.

Heute gibt es Maultaschen.

So wie ich sie von früher kenne. Einfach und lecker.

Und ich gestehe, dass ich aus Gründen des Jugend- und Gourmetschutzes darauf verzichtet habe, eine für mich essentielle Zutat namentlich oder bildlich aufzuführen.

(*wisper hinter vorgehaltener Hand*: K e t c h u p)
(ohne geht gar nicht!)

Geschmälzte Maultaschen á la casa (2 Personen)

1 Pckg. Schwäbische Maultaschen (300g)
1 Zwiebel, gehackt
2 Eier, verkleppert
etwas Öl oder Butter
Gewürze nach Geschmack

Maultaschen in Stücke schneiden. Zwiebeln im Öl/Butter glasig
andünsten. Maultaschen zugeben und leicht braun anrösten.
Nach Geschmack würzen. Verkleppertes Ei über die
Maultaschen-Zwiebel-Masse geben und stocken lassen.

Fotos: M-iPhone




Und hier noch eine Info aus dem Bereich „unnützes Wissen“:

Die Maultaschen nennt man im Volksmund auch „Herrgottsbescheißerle“.

Einer der Legenden nach wollten schelmische Zisterziensermönche während der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten – und versteckten es einfach in einem Teigmantel, so dass der liebe Gott es nicht sehen konnte.

Ob sie damit durchgekommen sind, ist allerdings nicht überliefert.

J 

Guten Appetit!

Mittwoch, 8. März 2017

Jakobsmuscheln die 2.te: Sriracha glazed seared Scallops

Ein bisschen Dekadenz muss auch mal sein - also folgt hier direkt ein weiteres Jakobsmuschel-Rezept…

Ok, zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich – ausnahmsweise mal – tiefgekühlte Jakobsmuscheln gekauft hatte.

Und für das Rezept mit der Bacon Cream-Sauce brauchte ich nur die Hälfte.

Öhm, ok, vielleicht war es ja auch so geplant, dass ich dekadenterweise zweimal nacheinander Jakobsmuscheln essen konnte…?!

Ertappt; natürlich war der Essensplan auf zwei Muschelgerichte ausgelegt… J

Und da das erste ja doch sehr gehaltvoll daher kam, gibt es heute eine deutlich leichtere Variante:

Sriracha glazed seared Scallops (2 Personen)

½lb Jakobsmuscheln (~225g)
1tsp Oliven- oder Avocadoöl (1TL)
1-2tsp Butter (1-2TL)
etwas Weißwein oder Sherry
Sriracha nach Geschmack
glatte Petersilie

Jakobsmuscheln säubern, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Eine Pfanne mit je 1TL Öl und Butter auf höchster Stufe erhitzen. 
Darin die Muscheln von jeder 
Seite 1½ - 2min scharf und knusprig anbraten. 
Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
Die Pfanne mit etwas Weißwein und Sriracha ablöschen und die Bratreste vom Pfannenboden lösen.
Noch etwas Sriracha und Butter in die Pfanne geben und damit abschmecken.
Vom Herd nehmen, über die Muscheln geben und mit Petersilie garnieren.

Foto: M-iPhone

Ja, das war genau das Richtige! 
Bitte durchaus Vorsicht mit der Sriracha walten lassen, da sonst die Schärfe dieser Sauce den feinen Geschmack der Muscheln einfach killt.

Zum Glück habe ich (durch früher passierte, sehr scharfe Missgeschicke) mittlerweile ein Händchen dafür entwickelt und genau die richtige Dosis an leichter Schärfe an das Gericht gebracht.

Und da ich noch ein paar Kapern im Kühlschrank hatte – und Weißwein und Kapern für meinen Geschmack sehr gut harmonieren – durften sie dieses leckere Gericht noch ein wenig unterstützen. 

J 

Guten Appetit!