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Freitag, 28. April 2017

Escort-Service: Lemon-Caper-Sauce

Ach.
Ihr kleinen Schwein-Igelchen.
Ich weiß ganz genau, was ihr euch gedacht habt.
;-)

Aber ich muss euch enttäuschen.
Das hier ist immer noch ein laienhafter, unschuldiger Koch-Blog und keine Vermittlungsagentur.

Aber natürlich habe ich mir wie immer etwas bei dem Titel gedacht.

Nämlich dass diese Sauce mit Sicherheit dem Lachs-Tatar aus dem vorherigen Post einen tollen Escort-Service bieten könnte.

Kapiert?
Prima J!

Zwar hat das Tatar-Rezept bereits eine Limettencreme als Begleiter, aber ich sehe keinen ernstzunehmenden Grund, warum man diese Lemon-Caper-Sauce nicht noch dazu reichen sollte.

Na dann:

Lemon-Caper-Sauce (½ cup / 125ml)

¼ cup Joghurt 1,5% (~65ml)
¼ cup Mayonnaise (~65ml)                                 
1tbsp Kapern (1EL)
1 Spritzer Kapernsud
Zesten und Saft ½ Zitrone
Salz, Pfeffer und Zucker nach Geschmack

Alle Zutaten miteinander vermengen und nach Geschmack würzen.


















Fotos: M-iPhone

Yupp.
Auch ohne das Lachs-Tatar eine runde Sache.

J


Guten Appetit!

Samstag, 29. August 2015

Mac’n’Cheese-Speck-freie Kohlehydrate-Nahrung: Lachs-Lauch-Nudeln

Für all jene, die auf die absurde Idee gekommen sind, ich würde mich ausschließlich von Speck, BBQ-Sauce und Mac’n’Cheese ernähren…

Nur weil sehr viele der oben genannten Rezepte in meinem Blog landen, heißt das natürlich noch lange nicht, dass das die einzigen Gerichte sind, die ich koche und esse.

Sonst könnte ich doch keinesfalls mein Traumgewicht von 49kg…
Ok, 52kg.
Ok Ok. 55kg.
Ok Ok Ok!!! 57kg
auf Dauer halten, oder?!

Gut, nachdem das auch geklärt ist, kommen wir mal zum Thema zurück…

Die Rezepte-Auswahl läuft bei immer über die Bilder, die Zutatenliste und der darauf folgenden Imagination in meinem
Geschmacksnerven-Magen-Emotions/Triebverhalten-System ab.

Augen:                   Check. Sieht lecker aus.
Gehirn :                  Check. Zutaten habe ich zu Hause oder kann ich für kleines Geld   
                             und wenig Aufwand organisieren (und die Reste im Zweifelsfall in
                             einem anderen Rezept verarbeiten).
Geschmacksnerven:  Check. Wir mögen diese Lebensmittel.
Magen:                   Check. Ich habe Hunger. Geh einkaufen. Hopp-hopp.

Also hat mein Limbisches System den Order gegeben und schon habe ich dieses Rezept gekocht.

Da ich noch frischen Rosmarin im Kühlschrank hatte und durchaus eine mitdenkende und Reste-verwertende Köchin bin, dachte ich mir, dass ich dieses leckere Gewürz genauso gut wie den Thymian verwenden könnte.

Gut gedacht, aber leider in der Ausführung nur bedingt zu empfehlen. Geschmacklich hat das klasse gepasst; aber leider haben sich beim Kochen die Rosmarinnadeln vom Stängel gelöst, so dass ich nach dem Abgießen erstmal alle einzelnen Nadeln aus der
Pasta-Lauch-Masse angeln musste.

Oder auch die Nadel im Heuhaufen finden.
Hahaha. ;-)

An dieser Stelle kann ich logischerweise noch nicht sagen, ob mir das mit dem Thymianzweig (und seinen hübschen kleinen Blättchen) nicht genauso gegangen wäre – aber diese Info werde ich zu gegebener Zeit nachreichen!
  
Lachs-Lauch-Nudeln (4 Personen)
 
1 Zweig Thymian, gewaschen
1 Knoblauchzehe, geschält
2 dünne Lauchstangen, in Streifen
150g Spaghettini
Salz & Pfeffer
200g Räucherlachs, gewürfelt
3EL Kapern mit Sud
1EL Butter


Lauch, Spaghettini, Thymian und Knoblauch in kochendem Salzwasser 8min al dente kochen. Danach abgießen und Thymian und Knoblauch entfernen. Butter zerlassen, Lauchspaghettinit, Lachs und Kapern darin schwenken. Mit Sud, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fotos: M-iPhone

Yo, das Innere-Organe-Triumvirat hat mal wieder richtig entschieden.

☺

Guten Appetit!

Dienstag, 17. Juni 2014

Mediterrane Feinigkeiten: Oliven Puttanesca

Der/die geneigte Leser/in (zumindest der/die, der/die den Eintrag über die Toskanischen Crostini gelesen hat) weiß, dass ich ein Kind mit sonderbarem Geschmack war.
Wer isst mit sieben oder acht schon Kapern, Oliven und Sardellen?!

Tja, ich.

Und das ist bis heute so geblieben.
Oliven.
Sardellen.
Kapern.
Oliven mit Sardellenpaste.
Sardellen in der Pasta.
Kapern in der Sauce

Also kein Wunder, dass mir dieses Rezept sofort positiv auf den Magen geschlagen hat:

Oliven Puttanesca (400-500ml)
 
Oliven Puttanesca gross 14 Knoblauchzehen, in Scheiben
1 große rote Chili, gehackt
6 Sardellenfilets, grob gehackt
1 kl. Bd. glatte Petersilie, fein gehackt
200g Kalmata-Oliven, in Ringen
2EL kleine Kapern
150-200ml Olivenöl
sterilisierte Twist-Off-Gläser

Alle Zutaten vermengen, in die Gläser füllen und mit soviel Öl begießen, das alles bedeckt ist.
Gläser dabei ab und zu leicht auf den Tisch klopfen, damit keine Luftbläschen eingeschlossene werden.
Gläser gut verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Foto: M-iPhone

Holy Moly, was für eine Kombi!
Und so irre multikompatibel!
Als simpelste Methode einfach Spaghetti kochen, in der Zwischenzeit die Olivenmischung mit etwas von dem (lecker durchgezogenen Öl!) in der Pfanne erhitzen und dann die
al-dente-Pasta damit vermengen.
Oder die Mischung mit einer Ladung Shrimps / Garnelen / Krabben erwärmen und dann mit der Pasta mischen.
Oder die Mischung (abgetropft) in Tomatensauce einrühren (+/- Krabben) und dann zur Pasta essen.
Oder in die Tomatensauce geben und dann für die Pizza verwenden.
Oder… ach, was weiß ich! 

☺

Guten Appetit!

Dienstag, 27. Mai 2014

Meeresfreu(n)de: Jakobsmuscheln mit Kapern-Weißwein-Zitronen-Sauce

Wie schon hier oder da angemerkt, muss niemand ein Rind oder Schwein für mich killen, um mich kulinarisch glücklich zu machen.

Das geht auch ganz problemlos mit allem möglichen, was aus dem Meer kommt!

Ich habe relativ lange gebraucht, ehe ich mich an Jakobsmuscheln rangetraut habe (warum eigentlich??), da ich immer Sorge hatte, dass ich entweder Gummikugeln aus den Muscheln mache oder aber rohen Fisch auf dem Teller habe.
Was bei guter Qualität für gewöhnlich ja kein Problem ist – aber wer schon mal eine Fischvergiftung hatte (…echt nicht zu empfehlen…) weiß, dass man bei solchen Themen und selbst kochen (trotz Fisch-ermann des Vertrauens) extrem vorsichtig ist.

Nachdem aber gleich der allererste Versuch -*Entschuldigung* P E R F E K T - war, habe ich die „Angst“ verloren und freue mich über jedes neue Jakobsmuschel-Rezept!

Dieses hier ist auch noch ultra schnell zubereitet und fällt auf der Kalorien-Skala kaum ins Gewicht:

Scallop Piccata (2 Personen)

¼lbs Angel Hair Pasta (~120g)
10 Jakobsmuscheln
Salz & Pfeffer
1tbs Olivenöl (1EL)
3tbs Butter (3EL)
1 Knoblauchzehe, gehackt
½ cup Weißwein (~120ml)
3tbs Kapern (3EL)
Saft ½ Zitrone
1tbs Petersilie (1EL), gehackt

Pasta al dente kochen.
Je 1EL Öl und Butter erhitzen. Muscheln salzen und pfeffern und dann von jeder Seite 3-4min braun anbraten. Muscheln aus der Pfanne nehmen und abgedeckt warm halten/stellen.
Knoblauch im Röstfett der Muscheln glasig anschwitzen. Wein, Saft und Kapern zugeben und die Röststoffe vom Pfannenboden ablösen. Ca. 5min kochen, bis die Sauce um 1/3 reduziert ist. Vom Herd nehmen und die übrigen 2EL Butter einrühren. Petersilie zugeben. Pasta auf die Teller verteilen, je 5 Muscheln auflegen und mit der Sauce übergießen.

weitere Fotos: M-iPhone
 









 





Wenn der Begriff “Röstaromen” seinen Namen verdient hat, dann definitiv bei diesem Gericht.
Hand auf’s Herz; es gibt doch nichts Besseres als die knusprigen Bratreste in der Pfanne?
Eben!
Ach ja, und auch sonst ist dieses Essen einfach der Hit ;-)

Guten Appetit!







Dienstag, 4. Februar 2014

Eine erste Liebe auf italienisch - Toskanische Crostini

Nein, nein, hier handelt es sich nicht um die erste unerfüllte Urlaubsliebe - es ist der Beginn einer ganz anderen Leidenschaft. 

Das erste Rezept, das es in mein Cookbook geschafft hat, sind Toskanische Crostini.
Und hat damit meine Liebe zur italienischen Küche besiegelt. 

Meine Eltern hatten vor langer, langer Zeit einmal (es war im letzten Jahrtausend und ich glaube, ich war nicht älter als sieben oder acht) eine tolle Idee zu Sylvester: wir drei Kinder (ich bin das Nesthäkchen neben zwei ganz tollen Brüdern!) durften uns jeweils ein Gericht für unser Buffet aus einem der vielen tollen Kochbücher aussuchen, dass wir dann gemeinsam zubereiteten.
Ich weiß noch, dass mein "kleiner" Bruder (3 Jahre älter als ich, aber 2 Jahre jünger als mein "ganz großer" Bruder) sich für ein Mosaik-Brot entschieden hat - aber die restlichen Gerichte kriege ich nicht mehr zusammen.
Außer meinem natürlich: Toskanische Crostini.

Das vermutlich kinder-untypischste Gericht, das die Welt je gesehen hat.
Hauptzutaten: Knoblauch, Kapern, Sardellen und Oliven.

Wie auch immer, ich hatte mich dafür entschieden und ich liebte es vom ersten Bissen an! Schließlich war ich ein Kind (wie meine Brüder auch), dass auch Spinat vom Fleck weg liebte.
Und das ist bis heute auch so geblieben… Eine Tafel Schokolade hält in meinem Kühlschrank schon mal bis zu einem halben Jahr. Ein Stück Käse oder italienische Salami kriegt dagegen nicht mal Zeit, sich im Kühlschrank zu akklimatisieren, sondern wird sofort gekillt.

Aber jetzt genug geredet, hier kommt das Rezept:

Toskanische Crostini (4 Personen)

300g Mozarella
1 Paket entrindeter Toast
2 frische Knoblauchzehen
½ Bd. glatte Petersilie
100g Sardellen
1 Glas Kapern
6 EL Olivenöl
¼TL frisch gemahlener weißer Pfeffer
1 Glas schwarze Oliven

Ofen auf 250° C vorheizen. Käse in Scheiben schneiden. Sardellen, Kapern und Knoblauch klein schneiden und mixen. Gehackte Petersilie, Pfeffer und 4 EL Öl zugeben und zu einer streichfähigen Paste verrühren.
Die Hälfte der Toastscheiben bestreichen und mit dem Käse belegen. Mit dem restlichen Brot belegen, Crostini halbieren, von beiden Seiten mit dem restlichen Öl bestreichen und dann goldgelb backen. Dabei einmal wenden. Mit den Oliven servieren.

Quelle: „Kalte Köstlichkeiten wie noch nie“ Gräfe und Unzer Verlag, Gräfe und Unzer GmbH München Autoren: Christian Teubner und Anette Wolter
Foto: M-iPhone

☺

Guten Appetit!