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Mittwoch, 1. Februar 2017

Gut auf dem Papier, aber dann…: Green Sauce Shrimp Pasta

So.

Da hat mich mein Limbisches System mal echt aufs Glatteis geführt.

Rezeptbild gesehen, Zutaten gecheckt, Einsetzen des Pawlow’schen Reflexes.

Also abmarschiert, eingekauft und losgekocht.

Alles schön vorbereitet, abgemessen, bereitgestellt.

Fing auch alles ganz normal und harmlos an.
Aber bei dem Punkt „Mehl einrühren“ wurde es,..., ja irgendwie..., messie??

Vielleicht hätte ich ein wenig genauer hinsehen und wohl auch nachdenken sollen; dann wäre mir schon klar geworden, dass die Mehl-Milch-Mengenverteilung so irgendwie gar nicht hinhauen konnte.
Also nicht, dass ich schon zig Mehlschwitzen und Bechamel-Saucen hergestellt und es hätte besser wissen müssen...

Aber der Hunger hatte offenbar meinen Verstand ausgeschaltet, so dass die Mehlschwitze keine Mehlschwitze – sondern ein Mehlbatzen mit einem Minimum Milchanteil wurde.

Logischerweise war da das Kind schon in den Brunnen gefallen; trotz literweise Nachgießen von Milch und Pasta-Wasser wollte der Mehlbatzen einfach keine geschmeidige Sauce mehr werden.

Selbst verzweifeltes Rühren meinerseits (bis kurz vor dem Auskugeln meines Schultergelenkes) konnte keine Abhilfe mehr schaffen.

Aber wer mich kennt weiß, dass Aufgeben nicht in Frage kommt!

Also den Mehlbatzen unter weiteren körperlichen Höchstleistungen über ein Sieb „umgetopft“ und diese, dann doch irgendwie geschmeidige Masse, mit etwas
Pasta-Wasser gestreckt und in eine saucen-ähnliche Speise umgewandelt.

Ab dann (hahaha) ging alles wie geschmiert und ehrlich gesagt war das Ganze dann auch noch richtig lecker!

Green Sauce Shrimp Pasta

4tbs Butter (4EL)
1tbs Thymian (1EL)
1tbs Rosmarin (1EL)
10oz Shrimps (~280g)
13oz Mehl (~370g) max. die Hälfte!
25oz Milch (~750ml), warm
½ Zwiebel, gehackt
1 cup Petersilie (~60g)
½ cup Frühlingszwiebel (~50g)
Salz, Pfeffer, Muskat
Saft ½ Zitrone
10oz Pasta (~280g)

Thymian und Rosmarin in einem großen Topf in der Butter anschwitzen.
Shrimps zugeben und ca. 3min kochen (erhitzen). 
Aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.
Mehl einrühren und anbräunen. Milch zugeben und langsam einrühren.
Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und 5min kochen.
Petersilie und Frühlingszwiebeln zugeben und mit dem Stabmixer mixen.
Sauce kochen, bis sie „blubbert“ und dann die Herdplatte ausschalten.
Zitronensaft und Shrimps zugeben und mit der Pasta vermengen.

weitere Fotos: M-iPhone

... nur das Reinigen des ersten Saucen-Topfes war am Ende echt kein Spaß...

J

Guten Appetit!


Mittwoch, 4. Januar 2017

O. M. G. : Tagliatelle mit Salsiccia, Bacon und Rosmarin

Ich muss mich hier gleich mal entschuldigen.
Für meine Wortwahl im Titel.

Aber ich konnte nicht anders.

Italienische Bratwurst und Bacon.

Und dann noch beim genauen Lesen des Rezepts die Erkenntnis, dass es sich um eine Carbonara-Abwandlung handelt (jaaaaaa, mit Sahne… ;-) ).

Was soll ich sagen, ich Sklavin meines Limbischen Systems und diverser Lebensmittel und Zubereitungsmethoden.

Keine Milli-Sekunde hat es gedauert, bis die Entscheidung zum Spurt in den Supermarkt gefällt war.

Und wie immer habe ich es nicht bereut.

Also, auf geht’s:

Tagliatelle mit Salsiccia, Bacon und Rosmarin (2 Personen)

250g Tagliatelle
2 Salsiccia
50g Bacon, in 2cm-Streifen
100ml Sahne
50g Parmesan, gerieben
2 Eigelbe
½ Zweig Rosmarin
Chili, Salz und Pfeffer
Olivenöl

Salsiccia aus der Haut pellen und mit etwas (Salz und) Chili würzen.
Zu kleinen Bällchen formen und im Olivenöl 3-4min anbraten.
Bacon zugeben und weiter anbraten.
Eigelbe mit der Sahne mischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Nudeln al dente kochen, abgießen, in die Pfanne geben und gut durschschwenken.
Vom Herd nehmen, Ei-Mischung und Käse zugeben und gut durchrühren.
Mit Pfeffer bestreuen und servieren.















Fotos: M-iPhone

Da die Salsiccia meines Supermarktes von Haus aus eine ordentliche Würze hat, habe ich bei den folgenden Zubereitungen (n a t ü r l i c h  habe ich das hier schon öfter gekocht!) das Salz weggelassen – das war mir beim ersten Mal zuviel des Guten.

Aber des Guten - in Form dieser Pasta - kann man dann doch nie zuviel haben!

J

Guten Appetit!

Donnerstag, 17. November 2016

Selbstgemachtes Knoblauchöl

Ich habe schon zigmal versucht, aromatisiertes Öl selbst zu machen.

Bin zigmal gescheitert, weil entweder das Öl einfach nicht nach den Aromaten geschmeckt hat oder die Ingredienzen (Kräuter, Knoblauch etc.) nach kürzester Zeit
in (!!) meinem Öl das Schimmeln angefangen haben.

Bis ich beim Stöbern mal wieder über die Lösung meines Problems gestolpert bin.

Und mir nach zweidrei Minuten des Nachdenkens auch die Logik hinter diesem Rezept klar wurde.

Man erhitze Öl mit dem Aromat der Wahl – Temperatur beflügelt den Aromaten und animiert ihn, seine Duftstoffe / ätherischen Öle freizusetzen – Öl nimmt Duftstoffe / ätherische Öle des Aromaten auf – fertig ist das aromatisiert Öl.

So einfach ist das also.

Kein verschimmeltes Öl mehr, keine geschmacklose Flüssigkeit im Fläschchen, sondern purer Geschmack:

Roasted Garlic & Oil 

24 Knoblauchzehen, geschält
Olivenöl

Ofen auf 100-110°C vorheiz en. Knoblauchzehen in eine feuerfeste Schüssel geben und mit dem Olivenöl begießen. Der Knoblauch sollte gerade so bedeckt sein. 
Schüssel auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech stellen und "low and slow" ca. 1,5h erhitzen.

Wenn der Knoblauch hellbraun und weich ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Knoblauch aus dem Öl nehmen, beides separat abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Hält einige Wochen.

http://www.theoptimalistkitchen.com/roasted-garlic-oil/
Fotos: M-iPhone

 

Ich habe mittlerweile auch schon Rosmarin-Öl gemacht und bin wirklich überaus begeistert! Das Öl hat so einen intensiven, aber angenehmen Duft und Geschmack – das hätte ich nicht für möglich gehalten!

J

Guten Appetit!

Montag, 25. Mai 2015

Feine Vor- oder Zwischen- oder was-weiß-ich-was-Speise: Baked Avo and Prawns

Aaaah, ich kann mich nicht entscheiden!

Vor. Zwischen. Vor. Zwischen. Vor. Zwischen.

Oder sollte ich einfach ehrlich sein und zugeben, dass sich diese Frage nach dem Kochen gar nicht gestellt hat?

Warum?

Naja, das Ganze war so lecker, dass ich einfach alle drei Portionen, die ich gemacht habe, direkt nacheinander weg gefuttert habe.

Also kann ich es nun definitiv als Hauptgericht bezeichnen (denn danach war ich irgendwie so…satt?!)…

Wie auch immer man es macht; dieses Rezept ist total schnell zubereitet und, wie oben schon zu lesen, sollte man sich vorher überlegen, als welchen Gang man dieses Gericht serviert. 
Dementsprechend kann man es auf die Gästezahl abstimmen, da man sonst Gefahr läuft, dass alle einfach alles auf einmal aufessen und dadurch vermutlich den weiteren Fortgang des Menüs extrem gefährden.

Ich mag solche kleinen Feinigkeiten, die mit wenig Aufwand und Produkteinsatz echt was hermachen.
Und durch die Shrimps und die Avocado wäre das sogar noch eine gesunde und relativ kalorienarme Sache.

Wäre.

Genau.

Wäre da nicht noch die Sahne-Sahne-Mischung und der Käse… *Hüstel*

Aber mal Hand aufs Herz: fasten können wir doch auch an einem anderen Tag.

Baked Avo and Prawns (6 Cocottes)


12 Riesengarnelen
1 reife Avocado
Olivenöl
1 Becher saure Sahne
½ Becher süße Sahne
1 unbehandelte Zitrone
Meersalz & Pfeffer
1 Zehe Knoblauch
1 Rosmarinzweig
1 Stück Gruyère, gerieben


Garnelen mit Knoblauch und Rosmarin scharf anbraten. Saure und süße Sahne mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronensaft abschmecken. Avocado in Streifen schneiden und abwechselnd mit den Garnelen in eine (oder 4 kleinere) ofenfeste Form schichten. Mit der Sahne übergießen, Gruyère darüber geben, salzen und pfeffern. Im Ofen bei 170-180°C goldbraun überbacken. Mit Baguette servieren.
Nach Geschmack noch den Knoblauch aus der Bratpfanne (der jetzt richtig schön braun geröstet ist) in Scheibchen schneiden und über das fertige Gericht streuen.

Fotos: M-iPhone


Vor-, Zwischen-, Haupt-?
Na einfach VorZwischenHautspeise.
Jawoll.

☺

Guten Appetit!