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Donnerstag, 17. November 2016

Selbstgemachtes Knoblauchöl

Ich habe schon zigmal versucht, aromatisiertes Öl selbst zu machen.

Bin zigmal gescheitert, weil entweder das Öl einfach nicht nach den Aromaten geschmeckt hat oder die Ingredienzen (Kräuter, Knoblauch etc.) nach kürzester Zeit
in (!!) meinem Öl das Schimmeln angefangen haben.

Bis ich beim Stöbern mal wieder über die Lösung meines Problems gestolpert bin.

Und mir nach zweidrei Minuten des Nachdenkens auch die Logik hinter diesem Rezept klar wurde.

Man erhitze Öl mit dem Aromat der Wahl – Temperatur beflügelt den Aromaten und animiert ihn, seine Duftstoffe / ätherischen Öle freizusetzen – Öl nimmt Duftstoffe / ätherische Öle des Aromaten auf – fertig ist das aromatisiert Öl.

So einfach ist das also.

Kein verschimmeltes Öl mehr, keine geschmacklose Flüssigkeit im Fläschchen, sondern purer Geschmack:

Roasted Garlic & Oil 

24 Knoblauchzehen, geschält
Olivenöl

Ofen auf 100-110°C vorheiz en. Knoblauchzehen in eine feuerfeste Schüssel geben und mit dem Olivenöl begießen. Der Knoblauch sollte gerade so bedeckt sein. 
Schüssel auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech stellen und "low and slow" ca. 1,5h erhitzen.

Wenn der Knoblauch hellbraun und weich ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Knoblauch aus dem Öl nehmen, beides separat abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Hält einige Wochen.

http://www.theoptimalistkitchen.com/roasted-garlic-oil/
Fotos: M-iPhone

 

Ich habe mittlerweile auch schon Rosmarin-Öl gemacht und bin wirklich überaus begeistert! Das Öl hat so einen intensiven, aber angenehmen Duft und Geschmack – das hätte ich nicht für möglich gehalten!

J

Guten Appetit!

Donnerstag, 11. Juni 2015

Selbstgemacht ist immer noch am besten: Gourmet spicy Ketchup

Es könnte eventuell sein, dass dem einen oder anderen aufgefallen ist, dass ich eine gewisse Vorliebe für Saucen habe.
So Saucen wie BBQ oder Ketchup…

Da stellt sich doch die Frage, weshalb es eigentlich noch kein einziges Ketchup-Rezept in diesem Blog gibt?!

Dafür gibt es aber tatsächlich eine ganz simple Erklärung:
Wer schon mal die Zutatenliste seines Heinz-Ketchups gelesen hat, merkt schnell, dass man sich damit die Cola unter den Tomatensaucen ins Haus geholt hat.
Will heißen, dass da echt eine ganze Menge Zucker drin ist.

Das hält mich persönlich trotzdem nicht davon ab, eine solche Flasche zu besitzen (und auch zu verwenden), aber wenn ich das Ganze selbst machen möchte, dann schau ich da schon genauer drauf.

Und das ist der Grund, weshalb es bis heute kein Ketchup-Rezept gab.

Ich habe einfach keins gefunden, dass mit einer „geringen“ Menge an Zucker auskommt. Ist schon klar, dass die Tomate Zucker als Gegenwicht zur Säure braucht und das auch gut schmeckt. Aber ein gesundes Verhältnis sollte es meiner Meinung nach schon sein…

So genug gesundheits-apostelt; hier ist das Rezept:

Gourmet spicy Ketchup (3 cups)

2tbs Olivenöl (2EL)
1 mittlere Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 28oz Dose passierte Tomaten (~780ml)
1tbs Tomatenmark (1EL)
½cup brauner Zucker (~115g)
¼cup Apfelweinessig (~70ml)
1ts Salz (1TL)
½ts Senfpulver
1/8ts Gewürznelke (1/8TL)
¼ts Allspice (¼TL)
2tbs Chiliflocken (2EL) -> zu viel; max. die Hälfte!
1ts Cayennepfeffer (1TL)


Zwiebeln im Öl glasig andünsten; ca. 5min. Knoblauch zugeben und weitere 2min anbraten. Restliche Zutaten zugeben und bei hoher Temperatur schnell zum kochen bringen. Hitze reduzieren und 45-60min simmern lassen, bis die Sauce dick ist und die Konsistenz von Ketchup hat. 
Im Mixer samtig pürieren. In Flaschen / Gläser abfüllen.
Hält ca. 4 Wochen im Kühlschrank.

Fotos: M-iPhone


Bin ich froh, dass ich nicht die komplette Menge Chiliflocken genommen habe. Ich hatte die Hälfte verwendet und selbst das war noch so scharf, dass ich mit Backnatron ordentlich neutralisieren und auf „angenehme“ Schärfe reduzieren musste.

Das ist übrigens einer der besten Küchentipps, die ich je gefunden habe: wenn’s zu scharf geraten ist, Natron einrühren.
Nicht erschrecken, das schäumt ganz ordentlich und man muss solange rühren, bis sich das Natron aufgelöst hat – aber es hilft tatsächlich!
Die andere Variante wäre natürlich, einfach nicht zuviel scharfes Zeugs ins Essen zu schütten… Naja ;-)

Zurück aber zu diesem Ketchup: das ist wirklich extrem lecker geworden und hat nur einen feinen Hauch Süße, der den Tomaten sehr gut zu Gesicht steht.

☺

Guten Appetit!