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Mittwoch, 6. Januar 2016

Hans im Glück? Nein, Topf im Glück! Potato Potluck

Ist doch immer wieder interessant, was man im Netz so alles lernen kann.

Nachdem ich das Rezept “Potato Potluck” entdeckt hatte, dachte ich zuerst, dass es eher darum geht, das man mit dem Topfinhalt glücklich wird oder – viel schlimmerer Gedanke – die Zutaten dieses Rezepts eher nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden und es reine Glückssache ist, ob das am Ende dann auch schmeckt…

Aber Dank Dr. Google konnte ich herausfinden, dass es sich um ein ganz ordinäres „jeder bringt eine Speise auf die Feier mit“-System handelt.
Was die Amerikaner (wer sonst...) natürlich gleich in ein Event umwandeln und die sogenannten „Potluck-Parties“ feiern.

Also alte Geschichten in neuen Gewändern. Aber der Idee kann man schon einiges abgewinnen, denn man bekommt dadurch eine schöne bunte Mischung an Gerichten für die Feier zusammen.
Und – wie sollte es anders sein – entbrennt natürlich auch immer ein kleiner Wettstreit, welche Schüssel am schnellsten leer wird.
Oder viel schlimmer; welches Gericht auf Biegen und Brechen eben nicht aufgegessen wird...

So, genug palavert an dieser Stelle und flott das Rezept serviert:

Potato Potluck (4 Personen)

8 mittelgroße Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
1 cup Kondensmilch (~230-250ml)
½ cup Sour Cream (~110g)
1tsp Salz (1TL)
½tsp Pfeffer (½ TL)
2 cups geriebener Cheddar (220g)
6 Scheiben Bacon, gebraten und in kleine Stücke geschnitten
Schnittlauch oder Frühlingszwiebelgrün


  

Kartoffeln in Salzwasser garen.
Dann mit Kondensmilch, Sour Cream, Salz und Pfeffer zu einem Püree stampfen.
Jeweils die Hälfte vom Käse, Bacon und Schnittlauch zugeben und unterrühren.
In eine gefettete Auflaufform (Butter oder Öl) füllen und bei 180°C ca. 25min backen.
Aus dem Ofen nehmen und mit dem restlichen Bacon, Schnittlauch und Käse bestreuen und nochmal für ca. 5min backen.

Fotos: M-iPhone

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mal in einem Mac’n’Cheese-Rezept geschrieben habe, dass ich mir Kondensmilch in (m)einem Essen so gar nicht vorstellen kann.
Tja, auch ich ändere hier und da mal meine Meinung...

Die Kondensmilch konnte ich aber beim besten Willen nicht herausschmecken, was mich natürlich davon überzeugt, dass ich sie auch gar nicht brauche und das nächste mal normale Milch verwende.

Aber lecker war’s; ein ordentlich satt-machendes Gericht für einen Bacon-Freund wie mich!

J

Guten Appetit!

Mittwoch, 25. November 2015

Viel Lärm um Nichts – oder viel Name rund um einfach Leckeres: Nids de tartiflette

Hach, ich mag diese Rezepte mit wohlklingenden, umfangreichen Namen, die sich am Ende als einfach zuzubereitende, köstliche Geschichten entpuppen.

Und da ich die französische (Aus-)Sprache sowieso toll finde und mich die Zutaten und Zubereitung dieses Rezepts (ich sage nur Limbisches System und Innere-Organe-Triumvirat) direkt angesprochen haben, kommt hier gleich das Rezept:

Nids de tartiflette – Käse-Kartoffel-Nester (6 Portionen)

1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
125g durchwachsener Räucherspeck
600g festkochende Kartoffeln
2EL Pflanzenöl
1-2TL Thymianblättchen
100ml trockener Weißwein oder Rinderbrühe
Meersalz & Pfeffer
150g Crème fraîche
125g Reblochon, in kleinen Würfeln (inkl. Rinde)
6 Cocottes
Butter zum Einfetten














  
Speck in kleine Würfel schneiden, Kartoffeln schälen und in 1cm-Würfel schneiden.
Öl erhitzen und darin Speck und Kartoffeln ca. 5min anbraten, bis der Speck knusprig ist. Zwiebel zugeben und weitere 5min braten, bis die Kartoffeln leicht gebräunt sind.
Thymian und Knoblauch unterrühren und mit dem Wein (Brühe) ablöschen. Kurz einkochen und dann mit Salz und Pfeffer würzen. Pfanne vom Herd nehmen.
Crème fraîche und 2/3 des Reblochon unterrühren. Masse in die gefetteten Cocottes geben, mit dem restlichen Reblochon bestreuen und bei 200°C auf der untersten Schiene 20-25min knusprig hellbraun backen.
Heiß in den Cocottes servieren.

Fotos: M-iPhone

Très bien mon amis; je t’aime cette recette.

J

Guten Appetit!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Weihnachts -Tradition = Plaaten in de Pann

Was macht man nur, wenn kein typisches Weihnachtsessen allen schmeckt?

Geflügel dem einen nicht, Fisch dem anderen nicht, Blaue Zipfel (Bratwürste in Sud durchgezogen; nicht gebraten) schon gleich zehnmal allen miteinander nicht.

Also suchen und finden die cleveren Eltern ein Gericht.
Mit einem nicht-deutsch-klingenden Namen.
Höööööchst exotisch.
Weil Weihnachtsgans kann ja jeder. Blaue Zipfel auch. Aber Plaaten in de Pann…..?

Ein so simples Gericht und dennoch Haute Cuisine und Exklusivität in Reinform.
Weil es nur am 24.12. gegessen wird. Nicht vorher, nicht nachher.

Höllenfeuer brachen los, als Oma sich einmal traute, Plaaten in de Pann unter dem Jahr als Sonntagsessen vorzuschlagen.

So einfach kann es also sein. Und so schön.
Und nach ein paar Jahren Unterbrechung (und anderer Weihnachtsgerichte; man wird ja auch älter…) ist es wieder da. Und schmeckt immer noch genauso wie früher:

Plaaten in de Pann

4 kleine, harte Mettwürstchen à 100g (ersatzweise Kabanossi)
40g Margarine
1kg Kartoffeln
Salz & Pfeffer
1/8l heiße Brühe
1/8l süße Sahne
1 Msp. gemahlener Kümmel
1 Bd. glatte Petersilie

Rohe Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Wurst in dünne Scheiben schneiden und in der Margarine anbraten. Falls zuviel Fett austritt, abgießen (etwas darf als Geschmacksträger im Topf  bleiben).
Kartoffeln und Wurst in einem Bräter abwechselnd schichten, über die Kartoffelschicht jeweils Salz und Pfeffer streuen. Die erste Schicht ist Wurst, die letzte Kartoffeln.
Heiße Brühe drübergießen und 20 min auf dem Herd schmoren lassen. Danach die Sahne mit dem Kümmel mischen und darüber gießen.
Bräter bei 180-200° C 60 min zugedeckt schmurgeln lassen. Sind die Kartoffeln noch zu hart, Sahne oder Brühe nachgießen. Während der Backzeit nicht umrühren!
Zum Schluß mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

by Mami & Papi
Foto: M-iPhone

Wunderbar. Tradition wiederbelebt.

☺

Guten Appetit!