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Sonntag, 28. Januar 2018

Wenn der kleine Hummer kommt: Deviled Lobster Tails

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Und ob man Hummer essen „muss“ oder nicht, ebenfalls nicht.

Da ich nachweislich ein großes Faible für Meeresfrüchte habe, nehme ich Hummer da auch nicht aus.

Und als der Fischhändler meines Vertrauens kürzlich tief gefrorene Hummerschwänze (zu einem fairen Preis) im Angebot hatte, konnte ich nicht widerstehen.

Mein limbisches System hüpfte, tanzte und klopfte laut an meine Gedächtnistür, dass es doch da ein kleines, feines Rezept im cookbook gibt, dass es auszuprobieren gilt...

Et voilá...:


Deviled Lobster Tails (2 Personen)

4 Hummerschwänze, gefroren
¼ cup Mayonnaise (~56g)
1tbs Sriracha (1EL)
¼ts Cayenne (¼TL)
1ts Paprika (1TL)
1ts Zitronensaft (1TL)
2tbs Estragon (2EL), gehackt
etwas Salz





Ofen auf 250°C vorheizen.
Mayonnaise mit den Gewürzen, Estragon und Zitronensaft vermengen.
Hummerschwänze mit einem stabilen Messer erst von der Mitte Richtung Schwanz und dann in die andere Richtung durchschneiden.
Den Darm entfernen und dann vorsichtig das Fleisch, aber nur bis zum Schwanzende, von der Schale lösen (mit den Fingern zwischen Fleisch und Schale gehen und vorsichtig anheben).
Dann die Würzmayonnaise sowohl zwischen Fleisch und Schale als auch oben auf dem Fleisch verteilen.
5-7min backen.

Fotos: M-iPhone

Also ich bin mit mir absolut im Reinen;
nach dem Genuss dieses hervorragenden (und wie immer leicht und schnell zuzubereitenden) Rezepts, bin ich satt, glücklich und der Meinung, dass man durchaus mal Hummer essen „darf“!

J

Guten Appetit!

Dienstag, 17. Oktober 2017

Das Tarte-Déjà-vu: Herbed Ricotta Tarte


Hilfe.

Das Tarte-Gespenst ist wieder aufgetaucht.

Oder sind es eher “die Geister, die ich rief”?

Weil ich unverbesserlicher Mensch der Meinung war, es nochmal mit einer Tarte aufnehmen zu wollen?

Der aufmerksame Leser erinnert sich noch an das (geschmacklich zwar hervorragende, aber) dezent nach hinten losgegangene, erste Tarte-Projekt (hier geht's zum Rezept).

Aber eigentlich wollte ich ja gar keine Tarte machen.

Ich wollte doch nur die Reste vom Estragon aufbrauchen, den ich von einem anderen Rezept noch übrig hatte.

Und als ich durch meine “das-sollte-ich-vielleicht-mal-kochen”-Liste scrollte, ploppte da dieses Rezept auf.

Die Herbed Ricotta Tart.

Die im Rezept zwar gar nicht nach Estragon verlangte, aber doch eine
 “Herbed” – also eine Kräuter – Tarte sein sollte.
Dazu noch Ricotta bzw. Ziegenfrischkäse und Chorizo in der Zutatenliste

Und schon war mein limbisches System wachgerüttelt und mein Kämpfergeist geweckt.

Und ich sage euch – es hat sich gelohnt J!


Herbed Ricotta Tart

250g Frühlingszwiebeln, gehackt
1tbs Butter (1EL)
1½tsp Thymian, gehackt (1½TL), plus Garnitur 
frischer Estragon   
285g Ricotta oder Ziegenfrischkäse
1 großes Ei
125ml Créme fraîche oder Sahne
125ml Milch
55g Chorizo, fein gewürfelt/geschnitten
vorgebackener Tarte-Teig (Blätterteig)

Butter in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln bei mittlerer Hitze anschwitzen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Vom Herd nehmen, den Thymian und Estragon einrühren und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Ofen auf 205°C vorheizen.
Ricotta/Ziegenkäse mit dem Ei, Crème fraîche, Milch, Chorizo und etwas Salz und Pfeffer mit den Frühlingszwiebeln vermengen.
Füllung in den Teig geben und 20-30min 1’ 10’’ backen.












Fotos: M-iPhone

Nachdem ich diesmal die Sicherheit einer Springform (verhindert das ungenierte Auslaufen von Ingredenzien…) hatte, konnte an dieser Stelle eigentlich gar nichts mehr schieflaufen.

Tat es auch nicht; im Gegenteil war die Tarte wirklich ein gelungenes Erlebnis!

Ich habe mich für die Variante mit dem Ziegenkäse entschieden und zusammen mit dem Estragon war das Ganze geschmacklich wirklich top!

Nur die im Rezept angegebene Backzeit musste ich deutlich strecken, da nach 30 Minuten weder der Tarte-Teig knusprig noch die Füllung ansatzweise fest war.

Aber, wie das immer so ist – wer geduldig ist, wird belohnt J!

J

Guten Appetit!